Wie schon anderweitig erwähnt, gehören Spechte zu meinen Lieblingsvögeln. Mit einer Flügelspannweite zwischen 67 und 73 cm ist der Schwarzspecht bei weitem der größte und beeindruckenste Vertreter seiner Familie in Europa. Er gehört auch zu den eher lautstarken Spechten, seine kräftigen, relatif langen und auffälligen Trommelwirbel sind auf große Entfernung hin zu vernehmen. Ebenso sein charakteristischer Flugruf „Krrückkrrückkrrück“ der je nach Länge der Flugetappe bis zu 20 Silben und mehr umfassen kann.
Schwarzspechte sind eine Schlüsselart, also eine Art, die im Vergleich zu ihrem relatif geringen Vorkommen einen unverhältnismäßig großen positiven Einfluss auf die gesamte Artenvielfalt einer Lebensgemeinschaft ausübt. Viele andere Arten sind von den gleichen ökologischen Faktoren abhängig die auch der Schwarzspecht für sein Leben braucht, deshalb kommt der Schutz dieser Spechtart und dessen Lebensraums auch gleichzeitig einer ganzen Reihe von anderen Lebewesen zugute. Der Schwarzspecht braucht große zusammenhängende Wälder mit alten Bäumen und viel Totholz wo er vor allem Käfer, ihre Larven und Ameisen als Nahrung findet.
Die großen, geräumigen Schwarzspechthöhlen werden von einer Vielfalt an Nachmietern genutzt, zum Beispiel von dem Waldkauz, dem Rauhfußkauz und der Hohltaube, aber auch von Säugetieren wie dem Baummarder, dem Eichhörnchen, verschiedenen Fledermäusen und sogar von Hornissen. Verschwindet der Schwarzspecht aus diesem Ökosystem, so verschwinden mit ihm eine Vielzahl von anderen Arten und die Artenvielfalt verarmt.
Mit seinem schwarzen Gefieder und seinem komplett roten Scheitel (oder dem roten Fleck am Hinterkopf im Falle des Weibchens) ist der Schwarzspecht unverwechselbar.
Obwohl sie in meiner Gegend relatif weit verbreitet sind, sind sie ihrem riesigen Revier nicht immer leicht zu finden. Beobachtungen und Fotografieren wird außerdem durch die große Scheu und das Mißtrauen der Schwarzspechte den Menschen gegenüber erschwert. Im Gegensatz zu den meisten Säugetieren haben Vögel ein ausgesprochen gutes Sehvermögen und gute Tarnung ist unbedingt notwendig um nicht sofort als Eindringling entlarvt zu werden. Ich habe in den letzten Jahren unzählige Stunden mit verschieden Schwarzspechten und Schwarzspechtpärchen verbracht, das Ergebnis habe ich in der folgenden Galerie zusammengestellt.
Feeding session – Séance de nourrissage – Fütterung
Male black woodpecker – pic noir mâle – Schwarzspechtmännchen
Landing – atterrissage – Landung
Black woodpecker – pic noir – Schwarzspecht
Spring clean – Mme fait le ménage – Frau Specht räumt auf
Tongue and feather – La langue et la plume – Die Zunge und die Feder
Changing of the guard – La relève – Ablösung
Male black woodpecker – pic noir mâle – Schwarzspechtmännchen
Male black woodpecker – mâle pic noir – Schwarzspechtmännchen
Female black woodpecker – femelle pic noir – Schwarzspechtweibchen
Black woodpecker – pic noir – Schwarzspecht
Feeding session – séance de nourrissage – Fütterung
Black woodpecker – pic noir – Schwarzspecht
Twilight hours – Crépuscule – Dämmerung
At the window – A la fenêtre – Am Fenster
Twilight hours – Crépuscule – Dämmerung
Landing – Atterrissage – Landung
Silhouette
The coast is clear – La voie est libre – Die Luft ist rein
Autumn forest – Forêt d’automne – Herbstwald
Landing – Atterrissage – Landung
Home sweet home – Rentrée au bercail – Trautes Heim
Last security check – Dernière vérification – Letzte Sicherung